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Bedienungsanleitung

Rigging-Set

Spruce-Lee Original

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-Vorwort-

Diese Betriebsanleitung wurde nach bestem Wissen von uns erstellt. Sollten Sie trotzdem Fehler oder Unklarheiten feststellen, bitten wir Sie, uns dies vor Inbetriebnahme mitzuteilen.

Vor dem ersten Gebrauch ist die gesamte Bedienungsanleitung zu lesen und zu verstehen.

Um einem harten Baumfällalltag standhalten zu können, setzen wir auf beste Materialien höchster Festigkeit. Optische Unregelmäßigkeiten sind material- und prozessbedingt. Die Funktion und Qualität werden dadurch nicht beeinträchtigt.
Wir bitten daher vorab um Verständnis.

Des Weiteren sind wir für Hinweise und Anregungen dankbar. Bitte wenden Sie sich an:

Revolution Tree
Wustermarker Str. 7
D-14656 Brieselang

E-Mail: shop@RevolutionTree.com
Internet: www.Revolution-Tree.com

Diese Betriebsanleitung ist Eigentum von:
Revolution Tree
Wustermarker Str. 7
D-14656 Brieselang

Version 01.01 Arbeitsversion

Unerlaubte Vervielfältigung, auch nur auszugsweise, ist nicht gestattet.
Brieselang, 03/2026



Inhaltsverzeichnis

1. Allgemeine Sicherheitshinweise
1.1 Verhalten im Notfall

2. Bestimmungsgemäße Verwendung
2.1 PSA
2.2 Vor der Inbetriebnahme
2.3 Typenschild
2.4 Während und nach der Benutzung
2.5 Verhalten bei festgestellten Beschädigungen
2.6 Wartung, Reinigung, Lagerung
2.7 Riggingseil einlegen
2.8 Instandsetzung
2.9 Ablegereife/ Entsorgung
2.10 Lieferumfang

3. Funktionelle Beschreibung Spruce-Lee Original
3.1 Technische Daten

4. Arbeitsanweisung



1. Allgemeine Sicherheitshinweise

Das Rigging-System darf nur von geschultem/unterwiesenem Personal genutzt werden. Das Personal muss ein Mindestalter von 18 Jahren aufweisen sowie körperlich und geistig geeignet sein.

Das System darf keiner korrosiven Umgebung ausgesetzt werden (Salzwasser o.ä.). Bei feuchten Witterungsbedingungen ist das tägliche Trocknen aller Komponenten sicherzustellen.

Das Seil muss bestimmungsgemäß verwendet werden, darf keinesfalls an scharfe Kanten geführt werden, die Ablegereife ist zu beachten und einzuhalten.

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Restgefahren
Beim Betrieb des Lastaufnahmemittels treten weitere Gefahren auf, die durch ein gefahrenbewusstes Arbeiten verhindert werden.

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1.1 Verhalten im Notfall

Beachten Sie folgende Punkte:

  • Standort der Erste-Hilfe-Ausrüstung müssen jedem Mitarbeiter vor Arbeitsbeginn bekannt sein.
  • Das Personal muss über das Verhalten im Notfall informiert sein.
  • Das richtige Verhalten sollte regelmäßig überprüft und protokolliert sein.

Im Notfall gilt:

  • Durchführung von Erste-Hilfe-Maßnahmen am Geschädigten.
  • Personen aus der Gefahrenzone bringen.
  • Rettungsdienst/ Ersthelfer oder Arzt rufen.
  • Vorgesetzte informieren.
  • Anweisungen von Hilfspersonal und Vorgesetzten ist Folge zu leisten.

2. Bestimmungsgemäße Verwendung

Das Riggingsystem entspricht einem Lastaufnahmemittel gemäß der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG. Das Lastaufnahmemittel ist für die Verwendung in gewerblicher oder privater Umgebung (Außenbereich) vorgesehen, jedoch nicht für die industrielle Anwendung.

Die Bedienungssanleitung ist vor Gebrauch vollständig zu lesen und zu verstehen!

Der zulässige Temperaturbereich für die Verwendung: -15°C bis +50°C.

Das System ist für mindestens 100.000 Belastungen ausgelegt.

Zulässiger maximaler Durchmesser des Astes: 160mm.

Der Emissionsschalldruckpegel liegt unter 70dB(A).

Zulässiges maximales Gewicht des Astes: 150Kg.

Es darf immer nur ein Ast abgeseilt werden.

Andere Verwendungen, als die vom Hersteller vorgesehenen, sind untersagt!

2.1 PSA

Um Gesundheitsgefahren auszuschließen, ist während der Arbeit stets die jeweilig notwendige Schutzausrüstung zu tragen. Für jede Person auf der Baustelle gilt allgemein die Pflicht zum Tragen eines geeigneten Schutzhelmes sowie eines Gesichts/-Augenschutzes, Sicherheitsschuhe und Arbeitshose mit eventuell entsprechenden Schnittschutzklassen. Das Tragen von Gehörschutz und geeigneten Handschuhen können ebenfalls Bestandteil der persönlichen Schutzausrüstung sein.

Das Personal muss:

  • die Betriebsanleitung gelesen und verstanden haben.
  • in die Funktionsweise des Lastaufnahmemittels eingewiesen sein.
  • wissen, wie die einzelnen Arbeiten durchzuführen sind.
  • zum Verwenden des Lastaufnahmemittels gesundheitlich in der Lage sein.

2.2 Vor der Inbetriebnahme

- Vor jeder Inbetriebnahme ist der Zustand aller wesentlichen Baugruppen und Bauteile auf Beschädigung und einwandfreie Funktion zu prüfen.

- sollten Beschädigungen festgestellt werden, darf ohne Abstimmung mit dem Hersteller, die jeweilige Baugruppe nicht mehr verwendet werden.

2.3 Typenschild

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2.4 Während und nach der Benutzung

Bei der Nutzung ist stets der feste Sitz aller Bauteile zu überwachen.

Insbesondere ist der richtige Sitz des Riggingseiles via Sichtkontrolle anhand des Seilindikators an der Astzange bei jedem Riggingvorgang zu prüfen.

Sollte sich das Riggingseil in der Seilklemme lösen oder verschieben, ist die Position des Seiles in der Klemmvorrichtung zu korrigieren (siehe Aufbaubeschreibung).

Nach den täglichen Arbeiten ist die ordnungsgemäße Trocknung des gesamten Riggingsystems zu gewährleisten um Schimmelbildung und Korrosion vorzubeugen.

Nicht Salzwasserresistent (Korrosionsgefahr).

2.5 Verhalten bei festgestellten Beschädigungen

Beim ersten Auftreten von offensichtlichen Beschädigungen (bspw. defekte Schraubverbindungen, Bruchstellen, Rissbildung, Seilbeschädigungen etc.) darf die Arbeit mit dem System nicht mehr fortgesetzt werden und die jeweilige Baugruppe ist auszutauschen.

2.6 Wartung, Reinigung, Lagerung

Das gesamte Riggingsystem ist wartungsarm konstruiert. Der Hauptbolzen, (siehe Skizze 2) der die drei Zangenhälften miteinander verbindet, ist werkseitig mit einem Drehmoment von 10Nm und zusätzlich mit Schraubensicherung (mittelfest) montiert. Die Schwergängigkeit der Astzange dient der Arbeitserleichterung und trägt zum Bedienkomfort und der Arbeitssicherheit bei. Die werkseitig eingestellte Schwergängigkeit kann sich durch Verschleiß verringern. Um diese Schwergängigkeit wiederherstellen zu können, kann der Bediener selbstständig die Bolzen bis zum vorgeschriebenen Drehmoment nachziehen. Hierzu benötigt man zwei Innensechskantschlüssel in der Schlüsselgröße „4mm“ sowie einen geeigneten Drehmomentschlüssel (nicht im Lieferumfang enthalten). Sollte diese Maßnahme nicht mehr zum gewünschten Erfolg führen, befolgen Sie die Punkte unter 2.8 Instandsetzung.

Bei der Reinigung ist darauf zu achten, dass ausschließlich Reiniger verwendet werden, die die vorhandene Eloxalbeschichtung nicht angreifen. Das Riggingseil ist vollständig zu entfernen, um die Unbrauchbarmachung des Textilseils bei Berührungen mit Reinigern zu verhindern.

Empfohlen ist die Reinigung der Baugruppen mit einer warmen und hautverträglichen Seifenlösung. Spezielle harzentfernende Öle können die Reinigung erleichtern und tragen zur Schmierung aller beweglichen Bauteile bei.

2.7 Riggingseil einlegen

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Das Riggingseil wird wie in Skizze 2 dargestellt, zuerst durch die Gleitfläche (Öse) des Hakens, danach durch Seilbremse, Umlenkrolle, sowie durch die beiden Zangenhälften durchgeführt, dann mit dem Takeling in die dafür vorgesehene Aussparung eingelegt um es anschließend in die Seilklemme einlegen zu können. Die Seilklemme wird wieder geschlossen und mit dem Fixierungsbolzen gesichert.

2.8 Instandsetzung

Das Seil darf durch den Nutzer selbstständig wie vorgesehen getauscht oder gewendet werden. Hierzu lösen Sie den Fixierungsbolzen der Seilklemme (Hinweis: Skizze 2) und entfernen Sie das Seil mittels Herausdrehens der Seilklemme. Das neu eingelegte Seil muss dementsprechend als Erstes durch die Seilrolle des Hakens und danach in die Astzange wie in der Skizze 2 gezeigt, eingelegt werden. Die Seilklemme ist zu schließen und mittels Fixierungsbolzen wieder zu sichern.

Durch Verschleiß der eingebauten Teflon Reibscheiben kann es sein, dass die werkseitige Schwergängigkeit der Astzange nachlässt. Dieses kann durch Anziehen der Hauptbolzen mittels 2 mitgelieferter Innensechskantschlüssel (4mm) ausgeglichen werden. Das maximale Anzugsmoment von 10Nm darf hierbei nicht überschritten werden (Beschädigung der Gewinde).

Sollte dieses Vorgehen nicht mehr zum gewünschten Ergebnis führen, sind die eingebauten Teflon-Reibscheiben am Hauptbolzen zu tauschen (im Lieferumfang enthalten). Hierzu entfernen Sie die Sicherungsschrauben (M6x16 Senkkopfschrauben) des Hauptbolzens und entfernen Sie die einzelne Zangenhälfte. Entnehmen Sie die beiden eingebauten Teflon-Reibscheiben und ersetzen diese durch die im Lieferumfang enthaltenen neuen Teflon-Reibscheiben. Setzen Sie den Hauptbolzen wieder ein und sichern diesen wieder durch die Innensechskantschrauben (Die Gewinde sind durch Schraubensicherung mittelfest zu fixieren). Beachten Sie das maximale Anzugsmoment von 10Nm.

→ Wichtig: beim Einschrauben der Sicherungsschrauben (M6x16) vom Hauptbolzen ist das gesamte Gewinde staub- und fettfrei zu machen und diese wieder mit Schraubensicherung mittelfest einzukleben. Achten Sie besonders darauf, dass die Schraubensicherungsflüssigkeit ausschließlich das Gewinde benetzt.

Sollten mechanische Komponenten beschädigt sein, dürfen diese ausschließlich, wenn möglich, durch den Hersteller instandgesetzt werden.

Jegliche eigenständige, nicht vorgesehene oder nicht fachmännische Versuche einer Instandsetzung führen zum Haftungsausschluss des Herstellers sowie zum Erlöschen der Betriebserlaubnis.

Warnung!
Durch Verwendung nicht zugelassener Ersatzteile können Menschen verletzt und das System beschädigt werden.
Verwenden Sie nur Original-Ersatzteile. Informationen finden Sie beim Hersteller.

2.9 Ablegereife/ Entsorgung

Die Ablegereife ist erreicht, wenn einzelne Komponenten der Baugruppen zu stark verschlissen, gerissen, verformt oder anderweitig beschädigt sind.

Die Demontage darf nur von Fachkräften vorgenommen werden.

Gesetze und Verordnungen dazu sind zu berücksichtigen.

Nach der Demontage muss die Entsorgung aller Komponenten erfolgen. Die zum Zeitpunkt der Demontage gültigen örtlichen Vorschriften und Bestimmungen zur Entsorgung sind einzuhalten.

Recyclingfähiges Material ist den jeweiligen Systemen zuzuführen.

Ein Eintrag in die Umwelt ist zu vermeiden!

2.10 Lieferumfang

Im Lieferumfang enthalten sind:

  • Transportbox 400mmx300mmx340mm (LxBxH)
  • Vormontierte Astzange
  • Vormontierter Haken
  • ca. 70m Riggingseil mit 2x Takling (vernäht)
  • Bedienungsanleitung
  • 2x Innensechskantschlüssel „4mm“
  • 2x Teflon-Reibscheiben

3. Funktionelle Beschreibung Spruce-Lee Original

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1) Astzange
2) Haken
3) Riggingseil

Die Ast-Zange „Spruce-Lee Original“ dient als Lastaufnahmemittel bei der seilunterstützten Baumfällung, in dem es abgeschnittene Äste aufnimmt und diese sicher abgelassen werden können.

Es besteht im Wesentlichen aus 3 Baugruppen:

- Die Astzange (Lastaufnahmemittel zum Greifen des Astes)
- Der Haken (Umlenkpunkt für das Riggingseil)
- Das Riggingseil (zum Ablassen der Äste)

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Das Entspricht einem Lastaufnahmemittel gemäß der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG. Die robuste Metallkonstruktion gewährleistet eine zuverlässige Handhabung verschieden großer Äste bis zu einem Durchmesser von 160mm und einem maximalen Gewicht von 150kg während des Transports.

3.1 Technische Daten

Baugruppe 1 Greifzange:
Länge: 340mm Breite offen: 380mm Höhe: 30mm
Gewicht: <1250g WLL: 150daN Bruchlast: 750daN
Baugruppe 2 Haken:
Länge: 430mm Breite: 250mm Höhe: 50mm
Gewicht: <900g WLL: 150daN Bruchlast 750daN
Baugruppe 3 Seil:
Länge ca. 70m WLL: 1500daN Durchmesser 10,2mm

4. Arbeitsanweisung

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Die Greifzange hält die Äste nach Anbringen bei Lastaufnahme durch Umlenkrollen und verhindert das eigenständige Lösen mittels einer Seilbremse (siehe Skizze 2).
Der Haken darf ausschließlich an geeigneten Ästen angeschlagen werden, die den zu sichernden Ast problemlos tragen. Durch Nutzung eines Umlenkpunktes (Poller o.ä.) an dem Baumstamm wird der Haken zum Terminaltrieb gezwungen und ein Abrutschen des Hakens verhindert.
Mittels Seilrolle, Ablasspoller oder Ähnlichem (nicht im Lieferumfang enthalten) ist sicherzustellen, dass das Seil immer parallel am Baumstamm zum Ankerpunkt geführt wird, um zu verhindern, dass der Haken verrutschen kann (s. grünes Seil in Skizze 1).

Alle Bestimmungen, Arbeitsanweisungen, Vorschriften, Gebote und Verbote für Arbeiten im Baum oder in Hubsteigern bleiben selbstverständlich bestehen und sind Folge zu leisten.

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Die Astzange ist werksseitig schwergängig montiert. Diese Schwergängigkeit sichert die Astzange zusätzlich zur Seilbremse am angeschlagenen Ast und hilft die Arbeitsabläufe effizienter durchzuführen. Indem die Astzange nun vom Bodenpersonal geöffnet in den Baum gebracht werden kann, kann die Greifzange durch das schnittführende Personal schnellstmöglich wieder an den nächsten zu sicherndem Ast angeschlagen werden.

Sollte diese Schwergängigkeit nicht mehr oder unzureichend vorhanden sein, befolgen Sie die Punkte im Kapitel 2.8 Instandsetzung.

Zum Anschlagen an einem zu sichernden Ast, ist die Greifzange vom schnittführenden Personal in einer Hand in Höhe der Seilbremse festzuhalten und durch Ziehen mit der zweiten Hand am ablaufenden Seil zu schließen. Der feste Sitz der Greifzange und die richtige Seilführung ist vor dem Absägen des Astes zu prüfen (s. Skizze 4)

Beim Riggingvorgang ist stets darauf zu achten, dass der Haken korrekt angeschlagen, über dem abzuseilenden Ast (s. Skizze 1) angebracht ist. Ein dynamisches Abseilen ist zu jederzeit zu gewährleisten, um Lastspitzen zu minimieren.

Nach dem sicher zu Boden gebrachten Ast, kann das Bodenpersonal die Zange nach Entlastung des Seiles und Öffnen der Seilklemme die Greifzange beidhändig öffnen und der gesamte Riggingvorgang kann zeiteffizient wiederholt werden.

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